Langkofelscharte und Umrundung des Plattkofels

Von der Salei-Hütte aus starten wir zu einer Tour durch die Langkofelscharte und rund um den Plattkofel.

Die Langkofelgruppe erinnert ein wenig an die Drei Zinnen und zählt mit zu den spektakulärsten Felsformationen der Dolomiten. Auf dieser Tour durchsteigen wir die Langkofelscharte und umrunden den Plattkofel sowie den Südhang der Langkofelgruppe. Von der Salei-Hütte geht es auf dem breiten Versorgungsweg hinab zur Schranke. Dort halten wir uns leicht links und steigen parallel zur Passstraße hinab zum Sellajoch-Haus. Es geht um das kleine Kirchlein herum und dann auf die Talstation der Langkofel-Seilbahn zu.

Der Tonnenlift bringt uns direkt hinauf zur Langkofelscharte und der Toni Demetz-Hütte (2881m). Ein- und Ausstieg bei dem Lift sind ein Erlebnis und der Ausblick während der Fahrt ist absolut spektakulär. Oben steigen Sie zwischen den steilen Felsen des Langkofels und der Fünffingerspitze steil hinab ins Langkofelkar. Erst geht es recht steil auf steinigem Untergrund, später wird der Weg etwas breiter aber dafür gerölliger.  Eine spektakuläre Szenerie begleitet Sie während des Abstiegs.

Langkofelscharte
Langkofelscharte

Es geht hinab zur Langkofel-Hütte (2253m). Dort zweigt der Oskar Schuster-Klettersteig ab. Die Hütte schmiegt sich an den Felsen und lädt zum Verweilen ein. Nach der Pause und einer leckeren Linzer Schnitte geht es auf dem breiten Weg hinab in Richtung Monte Pana (Nr. 525). Etwas unterhalb zweigt in eine Kurve die 526 zum Monte Pana und der Comici-Hütte ab. Sie bleiben auf dem breiten Weg (525 A), der aber sehr schottrig ist.

Es geht weiter bergab. Dann zweigt rechts der 526 zum Sellajoch und der 527 zur Langkofel-Hütte ab. Halten Sie sich hier links in Richtung Zallinger Hütte und Plattkofel-Hütte (ebenfalls 527). Nach zwei Kehren verlassen Sie den breiten Weg und folgen dem schmalen Pfad am Hang entlang. Sie befinden sich auf dem Grödner Höhenweg, queren die großen Schotterkegel im Schatten des Plattkofels und schauen in ein spektakuläres Kar. Dann geht es durch lichten Lerchenwald und wieder leicht bergauf.

Der Weg wird breiter und Sie steigen entlang eines im Sommer in der Regel ausgetrockneten Bachbettes bergauf. Es folgt ein Waldstück und danach geht es wieder über Almwiesen steil bergan. So gelangen Sie zum Piz da Uridl und haben von dort aus einen genialen Blick auf den Schlern und die Seiser Alm. Hier halten Sie sich links und steigen weiter bergan. Ignorieren Sie den Abzweig zur Rechten zur Zallinger-Hütte und folgen dem Weg weiter in Richtung Murmeltier-Hütte und Plattkofel-Hütte. Es geht auf schmalem Pfad mit grandiosem Blick am Hang entlang.

Ignorieren Sie den Abzweig Nr. 9A zur Murmeltier-Hütte und bleiben Sie auf dem Pfad am Hang entlang. Sie passieren ein Kuhgatter, dann folgt ein Schotterkegel und es geht weiter am Hang entlang. Sie queren ein weiteres Kuhgatter und laufen oberhalb der Almen. Schließlich kommt ein breiter Weg von Compatsch herauf. Biegen Sie hier links ein und bewältigen Sie den letzten Anstieg zum Fassajoch und zur Plattkofel-Hütte. Die Hütte liegt idyllisch, aber an windigen Tagen kann es auf der Terrasse an manchen Tischen „saukalt“ werden.

Halten Sie sich an der Hütte links, steigen Sie nicht in das Valle Duron ab, sondern folgen Sie dem Friedrich-August-Weg, einer genialen Höhenpromenade zwischen Rosengarten und Sella am Berg entlang. Seinen Namen verdankt der Weg dem Sachsenkönig Friedrich August III., der um 1900 viele Dolomitentouren durchführte. Die Etappe zum Rosengarten ist übrigens unter „Tierser Alpl – Friedrich-August-Weg – Hirtenweg“ beschrieben.

Sie haben einen herrlichen Blick auf die unterhalb des Weges liegende Plattkofelalm und wandern vom Fassajoch bis zum Sellajoch nun immer am Südhang der Langkofelgruppe entlang.  Zwei, eigentlich ungefährliche Stellen sind zusätzlich mit Stahlseilen gesichert. Nach diesen Stellen folgt der Anstieg zum nächsten Sattel unterhalb des Langkofels. Es geht weiter auf schmalem Pfad und es eröffnet sich nun der Blick auf den Rosengarten, die Marmolada und die Sella. Dann wird der Weg langsam breiter und Sie erreichen die Sandro-Pertini-Hütte.

Von dort folgen Sie dem Weg in Richtung Forcella Rodella. Der Weg ist schmal, führt durch steiles Almengebiet am Hang, ist aber nicht mehr steinig und bietet ein grandioses Panorama. Sie passieren ein Gatter sowie einen ersten Bach. Dann wird der Weg breiter und Sie passieren einen zweiten Bachlauf mit Blick zum Zahnkofel, der Grohmann-Spitze und dem Innerkofel. Zudem sehen Sie hier genial die Gesteinsschichten des schwarzen Gesteins in den Wiesen und entlang des Bachlaufes. Der Weg verläuft jetzt auf weichem Almenboden, der nach Regen wahrscheinlich recht glitschig sein wird, aber uns ist das Wetter hold.

Bald darauf erreichen Sie die Friedrich-August-Hütte (2298m), die sehr schön gelegen ist und ihren Namen dem Sachsen-König verdankt, der als Statue vor der Hütte steht. Von dort wagen wir noch den Aufstieg zum nahe gelegenen Col Rodella, da der Besuch des gleichnamigen Rifugios im Wanderpass des Grödner Tals immerhin 5 Punkte bringt. Auf einem breiten Schotterweg geht es also rechts hinauf zum Rifugio Des Alpes, wo sich auch die Bergstation des Liftes von Campitello herauf befindet.

Sie halten sich hier rechts und steigen steil hinauf zum Col Rodella (2484m). Ein grandioses 360 Grad-Panorama auf der Sonnenterrasse des Rifugios entschädigt für die Mühen des Aufstieges. Nach einer Pause geht es denselben Weg wieder hinab, nur dass wir an der Weggabelung nicht links zur Friedrich-August-Hütte zurücklaufen, sondern rechts zur Salei-Hütte absteigen. So schließt sich diese geniale Rundtour!!!

Gesamtstrecke: 12813 m
Gesamtanstieg: 923 m
Gesamtabstieg: -1421 m
Gesamtzeit: 01:14:30
Download file: Track_langkofelrunde.gpx