Auf dem Lichtenfelser-Steig zum Piz Boe

Lichtenfelser-Steig

Von der Franz-Kostner-Hütte geht es auf dem Lichtenfelser-Steig zum PizBoe und auf dem Wanderweg 638 wieder zurück.

In Corvara nehmen Sie die Gondelbahn Boè zur Ütia Lago Boè, die im Schatten des Crep de Munt liegt. Nicht weit entfernt von der Hütte befindet sich die Talstation des Sesselliftes Vallon, der Sie hinauf zum Le Valun bzw. Plan des Sas bringt. Dabei fahren Sie über den kleinen Bergsee Lech de Boa.

Zur Franz-Kostner-Hütte…

Am Ausstieg des Sesselliftes können Sie zunächst auf der rechten Seite die Forc Moser und sowie Boè Seekofel, Zehner und Neuner bewundern. Dann halten Sie sich aber halb links und folgen dem Wanderweg Nr. 638 zur Franz-Kostner-Hütte. Durch ein Geröllfeld führt in Serpentinen der gut gekennzeichnete Weg zur Hütte.

Unterwegs zweigen zwei Wanderwege mit der Kennung 638 zur Cima Boè und zum Passo Pordoi ab, die Sie aber ignorieren. Die Einkehr in der idyllisch gelegenen Hütte lohnt sich in jedem Fall, da es neben einem genialen Ausblick auf die Marmolada und den Gran Vernel auch leckere Tiroler Schmankerl  gibt.

Franz-Kostner-Hütte
Franz-Kostner-Hütte

Zustieg zum Lichtenfelser-Steig…

Frisch gestärkt geht es von der Hütte auf schmalem Pfad in ein Geröllfeld. Dort finden Sie einen Wegweiser, der links auf der 637 zur Kaiserhütte, dem Passo Campolongo und nach Arabba führt. Rechts geht es auf der 638 weiter zum Cima Boé und zum Klettersteig Cesare Piazetta. Wir folgen der 638 weiter durch das Geröllfeld immer leicht bergauf. Nach einem kurzen Stück zweigt rechts der Wanderweg 672 (Lichtenfelser Steig) ab, dem wir folgen. Über Schotter geht es nun noch steiler hinauf in das felsumschlossene Kar unterhalb der Pizes dl Valun.

Sie halten sich rechts und steigen steil bergan, bis Sie links den Einstieg in den Klettersteig sehen, der mit 2,5 bzw. Schwierigkeit B kategorisiert ist. Über gut terrassierte Felsblöcke und gesichert mit Stahlseilen geht es nun die Wände der Pizes dl Valun hinauf. Am Ende des Klettersteiges wenden Sie sich nach links und laufen auf einem schmalen Pfad, der an einer Stelle noch einmal mit einem Seil gesichert ist unter den Pizes dl Valun hindurch, es handelt sich dabei um eines der typischen Sellabänder, die den Gebirgsstock umgeben.

Lichtenfelser-Steig
Lichtenfelser-Steig

Schließlich öffnet sich der Blick auf den Le Ponte und Sie laufen am Felshang entlang über das wie eine Mondlandschaft wirkende Hochplateau der Sella. So gelangen Sie zu einer Weggabelung. Rechts steil über die Steinblöcke hinauf führt der Lichtenfelser Weg weiter in Richtung der Cresta Strënta. Sie steigen auf gut terrassierten Steinblöcken empor und haben dabei ein unglaubliches 360-Grad-Panorama.

Der Grat zum Rifugio Capanna Fassa…

Oben angekommen geht es auf einem kleinen Grat entlang, eine kurze Seilsicherung ist ebenfalls vorhanden. Es folgt ein kurzer Abstieg und dann stehen Sie auch bereits vor dem steil aufragenden Piz Lech Dlace sowie dem im Sommer fast ausgetrockneten Eissee. Rechts könnten Sie auch zur Bamberger Hütte absteigen, aber wir wollen heute zwei 3000er erreichen und steigen auf dem Schotter steil bergan.

Die letzten Meter geht es dann wieder über feste Felsbrocken und gesichert an Seilen hinauf auf den Grat und damit den Piz Lech Dlace (Eisseespitze). Sie sehen schon das Rifugio Capanna Fassa vor sich auf dem Piz Boè. Über Gesteinsbrocken geht es auf dem Grat (Cresta Strëna) weiter, wobei Sie an einem mit Stahlseilen gesicherten Bereich die Kammspitze wechseln und nun hoch über der Bamberger Hütte und dem Sella-Plateau zum Piz Boè laufen.

Hinab zur Jägerscharte…

Es geht kurz hinab zur Forcella dai Ciamorces (Jägerscharte), wo Sie auch auf den Weg treffen, der von der Bamberger Hütte heraufkommt. Noch einmal nehmen Sie einen letzten Anstieg, dann haben Sie den schmalen Gipfel erreicht, auf dem Sie ein Gipfelkreuz, das Rifugio Capanna Fassa und einen riesigen Reflektor vorfinden. In der Regel ist es recht voll dort, da man über die 638 von der Bamberger Hütte recht einfach heraufkommt.

Nach der Stärkung laufen wir nun auf der anderen Seite der Hütte steil die Ostflanke des Piz Boè hinab. Es geht über Schotter und Gesteinsblöcke hinab und dann über die Hochebene der Sella. Sie laufen nun unterhalb des Piz Lech Dlace und dem kleinen See sowie unterhalb des Pizes dl Valun vorbei und erreichen schließlich die Rissa di Pigolerz (Pigolerz-Rinne). Direkt am Le Ponte geht es nun sehr steil über Geröll und Steinblöcke hinab. Das Stück erfordert absolute Trittsicherheit. Unten biegen Sie links in den Weg ein, der auf dem Sellaband verläuft und vom Passo Pordoi herüberkommt. Unterhalb des Le Ponte geht es nun auf dem Ringband zurück zur Kostnerhütte und von dort auf dem Weg, den wir morgens gekommen waren, zurück zur Bergstation des Vallon-Liftes.

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